Erziehungspartnerschaft 

 Für die pädagogische Arbeit ist die Erziehungspartnerschaft zwischen Ihnen und uns unverzichtbar. Erziehungsberechtigte und Tagespflegeperson stehen nicht in Konkurrenz zueinander sondern verstehen sich, als sich gegenseitig unterstützende Bezugspersonen des zu betreuenden Kindes. Um die bestmögliche Betreuung und Förderung Ihres Kindes zu gewährleisten ist es wichtig, dass wir in einem ständigen, ehrlichen und wertschätzendem Austausch miteinander stehen und Änderungen oder Veränderungen der Lebenssituation des Kindes jederzeit miteinander besprechen. 

Erziehungsschwerpunkte 

  • Wir verstehen unsere Aufgabe als Tagespflegepersonen darin, jedes Kind dabei zu unterstützen zu einer selbstständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit heranzuwachsen. 
  • Bei unserem täglichen Zusammensein haben die Kinder die Möglichkeit zu lernen, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und Sorge zu tragen, dass diese auch befriedigt werden.
  •  Jedoch ist es dabei ebenso wichtig zu erfahren, das jeder auch auf den anderen und dessen Bedürfnisse Rücksicht nehmen muss, dass nicht immer alles sofort passieren kann und wir geduldig miteinander sein müssen, damit es allen gut geht. 
  • Um den Kindern Halt und einen sicheren Rahmen zu bieten, gibt es für alle klare Regeln und eine Struktur im Tagesablauf sowie logische Konsequenzen in Bezug auf das eigene Handeln. 
  • Die Förderung  der Selbstständig bedeutet nicht „alleine“, wir unterstützen und begleiten die Kinder selbstverständlich bei all ihrem Tun und Handeln. 
  • Hier dürfen sich die Kinder auch mal dreckig machen, hinfallen und sich an ihre Grenzen wagen. Kinder die fallen dürfen, lernen mit der Zeit so zu fallen, dass sie sich nicht wirklich verletzen, und sie können ihre körperlichen Fähigkeiten viel besser einschätzen.
  • Ebenso liegen mir die Partizipation und der situative Ansatz sehr am Herzen, es ist mir wichtig, dass die Kinder ganz nach ihren Möglichkeiten, ihrem Entwicklungsstand und den gegebenen Umständen ihren Tag bei mir mitbestimmen. 


Maria Montessori sagt: „Hilf mir es selbst zu tun. “ Dazu braucht das Kind eine gute vorbereitete Umgebung. Der in der Montessori-Pädagogik geprägte Begriff der „Vorbereiteten Umgebung“ meint alles, was dem Kind im Kinderhaus begegnet, also Raum, Material und Pädagoge.

 Das Mitbringen von Spielsachen / Eigentum 

  • Das Mitbringen von einem Kuscheltier o. ä. ist natürlich jederzeit möglich und oftmals, gerade wenn das Trennen morgens noch schwer fällt, ganz besonders wichtig. Damit dies aber hier nicht zu Schwierigkeiten untereinander führt, bitte ich Sie folgendes zu beachten: Bitte reduzieren Sie die mitgebrachten Spielsachen auf jeweils ein Teil, so fällt es uns allen leichter den Überblick zu behalten.
  •  Grundsätzlich sorge wir für alters – und situationsentsprechendes Beschäftigungsmaterial, sodass für alle Kinder in den jeweiligen Interessengebieten und/oder Situationen anregendes Material in ausreichender Anzahl zur Verfügung steht. In Ausnahmesituationen behalte ich mir vor, für eine im Vorfeld abgesprochene, festgelegte Zeit das Mitbringen von Spielzeug/Eigentum einzuschränken. Das mitgebrachte Spielzeug sollte nicht allzu groß sein, sodass es in das Eigentumsfach Ihres Kindes passt, um dort sicher aufbewahrt werden zu können. „Kriegspielzeug“ (Spielzeugwaffen, -panzer, -soldaten oder anderes gewaltverherrlichendes Spielzeug) darf nicht mitgebracht werden. Ebenfalls kein Spielzeug, das lärmt und/oder blinkt. Auch nicht an Karneval. Bei mitgebrachtem Spielzeug kann es dazu kommen, dass auch die anderen Kinder Interesse daran haben. 
  • Für Kinder unter drei Jahren ist das Teilen eine sehr große Herausforderung, denn in ihrer Entwicklung ist es nun erst einmal wichtig zwischen mein und dein zu unterscheiden. Bringen Sie daher bitte nur Spielsachen mit, die auch kleine und größere Strapazen aushalten können. Spielzeug welches beim Abholen hier vergessen wurde kann nicht in unserer Schließzeit abgeholt werden! 

Ernährung, Mahlzeiten, Gesundheit

 Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist uns wichtig, daher kochen wir in der Regel selbst. Das Mittagessen besteht meistens aus mind. 2 Komponenten und bietet den Kindern immer eine Auswahl. Zu den Geburtstagen Ihres Kindes steht es Ihnen selbstverständlich frei einen Geburtstagskuchen oder dergleichen mitzubringen. Leidet Ihr Kind unter Lebensmittelunverträglichkeiten/ Allergien, Schluckschwierigkeiten bitte ich Sie uns rechtzeitig, hinreichend darüber zu Informieren. 

Krankheit 

In einer Gruppe von Kindern kann es immer wieder dazu kommen, das sich Krankheiten verbreiten und übertragen. Grundsätzlich unterliegen Sie im Falle einer Erkrankung Ihres Kindes der Meldepflicht bei uns.

Kranke Kinder werden von uns nicht betreut

Sie als Eltern tragen die Verantwortung dafür sich ein soziales Netzwerk zu schaffen, welches zum tragen kommt wenn ihr Kind krank ist und sie berufstätig sind etc. Kinder unter 3 Jahren stecken alles in den Mund, husten und nießen sich gegenseitig an, wischen Rotznasen mit den Händen weg und spielen dann unbeirrt weiter, trinken aus den Wasserflaschen des anderen und nehmen auch den Schnuller eines anderen Kindes in den Mund. Daher ist die Möglichkeit sich hier anzustecken wenn ein Kind krank gebracht wird sehr hoch. Dies ist nicht nur für uns und unseren Familien, sondern auch für die anderen Familien, die ihr Kind im Krankheitsfall zuhause lassen sehr ärgerlich. 

Hygiene 

 
Wir leiten die Kinder dazu an, sich selbstständig die Hände zu waschen. Bei einer laufenden Nase stehen immer Taschentücherboxen bereit, so dass die Kinder jederzeit (am Anfang mit Hilfe) die Nase putzen können.
Wenn wir draußen waren und Ihr Kind im Matsch gespielt hat und die  Kleidung nass wurde, sorgen wir dafür, dass Ihr Kind sich seine  
Wechselsachen anziehen und gebe Ihnen dann die nasse Wäsche mit 
nach Hause.  

Sauberkeitserziehung 


Wenn Sie feststellen, oder wir bemerken, dass Ihr Kind Interesse an dem Gang zur Toilette entwickelt und es ein Gefühl dafür entwickelt hat, wann seine Windel voll ist, können wir gemeinsam mit dem „Sauber werden“ beginnen. 


Es ist sinnvoll, den Zeitpunkt gemeinsam zu besprechen. Es empfiehlt sich für diese Phase, viele Hosen mit Gummizug, die also von Ihrem Kind selbstständig hoch und runtergezogen werden können, zu  besorgen. Auch Trainerwindeln, Unterhosen und Strümpfe sollten in  hoher Anzahl für Ihr Kind hier bereitstehen.  

Das Toilettentraining muss auch vor allem Zuhause geführt werden, um sein Ziel zu erreichen.  

Der Schritt von Windel zur Toilette ist für jedes Kind mit großer  

Anstrengung und Umstellung verbunden. Nur Ihr Kind kennt den  

richtigen Zeitpunkt für sich, um „sauber“ zu werden. Wichtig ist, dass wir  dies sehr ernst nehmen und Ihrem Kind so viel Zeit geben, wie es für  diesen entschiedenen Entwicklungsschritt benötigt wird!  


 

Ruhephasen 

Kinder unter drei Jahren benötigen, gerade wenn sie in einer Gruppe von Kindern sind, regelmäßige Ruhephasen. Dazu bieten sich hier verschiedene Möglichkeiten: -der Schlafraum, wo jedes Kind sein Kinderbett hat -das Ausruhen, Kuscheln, Schlummern in der Kuschelecke . Aber auch im Laufe des Tages werden immer wieder kleinere Ruhephasen von uns initiiert, z.B. bei einer Bilderbuchbetrachtung. 


Mittagsschlaf 

 

Der Schlafbedarf eines Kindes unter 4 Jahren kann durch die Gruppendynamik und die körperliche und geistige Anforderung, mal mehr oder weniger sein. Die Kinder verarbeiten beim Mittagsschlaf die Eindrücke und erholen sich von dem aufregenden Vormittag in der Gruppe. Deshalb werden wir keine Kinder wachhalten die dringend ihren Schlaf brauchen. Auch das “Bitte nach einer Stunde wecken” ist für uns nicht mit den Kinderrechten vereinbar. 

Kindern unter 2 Jahren wird bei Müdigkeit auch am Vormittag eine Schlafmöglichkeit angeboten. Dies wird im Vorfeld mit Ihnen besprochen, wie die Schlafgewohnheiten Ihres Kindes sind. 



Diese Möglichkeiten der Kommunikation können wir nutzen: 

Kurze „Tür und Angel“ Gespräche, Gehören zum Täglichen Ablauf dazu. Bitte planen Sie die 5-10 min beim Abholen mit ein. 

Gespräch Termine planen wir fest ca. 2 mal im Jahr ein. Bitte organisieren Sie Betreuung für Ihr Kind. Damit wir ein ruhiges Gespräch führen können.

Gemeinsame Elternabende planen wir zum Mai und einmal im Dezember, um die Gemeinschaft zu stärken und sich besser Kennenzulernen. 

  • Wir können auch einen Telefontermin vereinbaren.  
  • Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Fachberatung der Stadt Bad Tölz, Frau Rinshofer, zu einem Gespräch hinzuzuziehen. 

Das Einhalten von Absprachen, Terminen und Uhrzeiten ist von großer Wichtigkeit für eine dauerhaft reibungslose Zusammenarbeit!